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  • Peter Streitenberger 12:35 PM am 2. August 2012 permalink | Antwort  

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  • Peter Streitenberger 10:01 PM am 15. February 2011 permalink | Antwort
    Tags: , Begrenzte Sühnung, , , doppelte Bestrafung, , , gerecht, , Joseph Bianchi, Kreuz, menschliche Maßstäbe, , Sünde bestrafen, ungerecht, Werk am Kreuz   

    Vorwurf der doppelten Bestrafung für Sünden? 

    Calvinisten argumentieren, wenn Christus für alle Menschen das Werk am Kreuz vollbracht habe, aber nicht alle gerettet werden, dann würde Gott Sünde doppelt bestrafen, einmal Christus am Kreuz und einmal den Sünder in der Hölle. Das wäre schon nach menschlichen Maßstäben ungerecht (vgl.Joseph Bianchi, God chose to save, S.70ff). Welche Schriftstelle könnte man dagegen anführen?

     
    • Volker 10:56 AM am 16. Februar 2011 permalink | Antwort

      Sind die Sünden der Nicht-Erwählten doppelt bezahlt?
      Dieses Argument wird von manchen Partikularisten vorgebracht. Die Sünden der Nichterwählten wurden bereits am Kreuz bezahlt und werden im Gericht nochmals bezahlt werden, weil die Nicht-Erwählten in den Feuersee geworfen werden. Damit wären ihre Sünden doppelt bezahlt. Deshalb müßte logischerweise entweder der Tod Christi die Nicht-Erwählten ausschließen, oder die Nicht-Erwählten dürften nicht in den Feuersee geworfen werden.
      Dieses Argument läßt sich durch einen Vergleich verdeutlichen. Waren die Sünden eines Israeliten, der das Blut des Passahlammes nicht an seinen Türpfosten strich, doppelt bezahlt? Seine Sünden waren durch den Tod des Lammes bedeckt. Solange er das Blut aber nicht an den Türpfosten strich, mußte er sterben. War seine Sünde damit doppelt bezahlt? Natürlich nicht. Die erste und ausreichende Bezahlung wurde von ihm ganz einfach nicht in Anspruch genommen. Starb er, weil er das Blut nicht an den Pfosten gestrichen hatte, war das die gerechte Strafe dafür, das ausreichende Opfer nicht in Anspruch genommen zu haben. Die Versöhnung Christi bezahlte für die Sünden der ganzen Welt. Jeder einzelne aber muß diese Bezahlung durch den Glauben in Anspruch nehmen. Die Welt ist mit Gott versöhnt ( 2.Kor 5,19 ), die solcherart Versöhnten aber müssen sich mit Gott versöhnen lassen (V.20).

      Ein anderer Vergleich: Einmal unterrichtete ich in einer Schule, in der es für sozial schwächere Studenten ein Stipendiensystem zur Bezahlung des Schulgeldes gab. Aus Spenden wurde ein Stipendienfonds dotiert. Bedürftige Studenten suchten bei diesem Fonds um Unterstützung an. Ein Komitee beschloß, wer wieviel als Stipendium erhielt. Als Bezahlung des Geldes wurde dem Studenten ein Scheck ausgestellt, den er bei der Bank einlösen konnte, um das Geld auf sein Konto überwiesen zu bekommen. Das Stipendium wurde also nicht direkt vom Fonds an das Konto des Studenten überwiesen. Der Student mußte den Scheck in Empfang nehmen und einlösen. Nehmen wir an, Sie haben mit einer Spende das Schulgeld eines Studenten für ein ganzes Jahr bezahlt. Mit Recht können Sie behaupten, das gesamte Schulgeld bezahlt zu haben. Bis aber das Komitee die Auswahl getroffen, der Student den Scheck in Empfang genommen und bei der Bank eingelöst hat, ist sein Schulgeld nicht bezahlt. Löst er den Scheck überhaupt nicht ein, bleibt das Geld unbezahlt, obwohl es bezahlt ist! Der Tod Christi hat für alle Sünden aller Menschen bezahlt. Kein Mensch aber kann sein Konto begleichen, solange er nicht glaubt. Wer den Glauben nicht annimmt, läßt die Bezahlung seiner Sünden verfallen und erhält keine Vergebung. Der Tod Christi ist, als hätte ein edler Spender das Schulgeld aller Studenten aller Schulen auf der ganzen Welt bezahlt.

      Was sollen wir den Studenten erzählen? Die gute Nachricht, daß ihr Schulgeld bezahlt ist!

      Christus ist für die Sünden aller Menschen gestorben. Was sollen wir der Welt erzählen?

      (Ryrie, Die Bibel verstehen. 1996, Kap 55.V.C)

      • Peter Streintenberger 10:37 AM am 28. Februar 2014 permalink | Antwort

        Ich finde das calvinistische Argument schwach, denn in der Hölle findet keine Sühnung/Versöhnung/Rechtfertgung/Frieden mit Gott mehr statt und daher kann man die Qualen der Hölle aufgrund der Abweisung des Heils in Christus nicht mit dem Werk Christi gleichsetzen und auf eine Stufe stellen. Christus hat natürlich die Sünden der Welt gesühnt (1Joh 2,2), aber wer das nicht annimmt, geht verloren, nicht weil er dann in der Hölle selbst sühnt, sondern weil er die Erlösung abgelehnt hat. Ein Sünder kann in der Hölle nicht die Sühnung bewirken, denn er hat nicht die Möglichkeit, da er Sünder ist. Allein Christus hätte das für ihn tun können. Das wurde nicht gewollt, also Hölle. Ein Sünde kann niemals das Werk der Herrn leisten und seine Qualen in der Hölle sind nicht mit denen des sündlosen Herrn am Kreuz gleichzusetzen.
        Peter

  • Peter Streitenberger 12:19 PM am 1. February 2011 permalink | Antwort
    Tags: 2Tim 2.10, , , , , ,   

    Errettung der Auserwählten 

    Liebe Freunde,
    wie versteht Ihr diesen Satz des Apostels:

    2 Tim 2:10 Darum ertrage ich alles standhaft um der Auserwählten willen, damit auch sie die Errettung erlangen, die in Christus Jesus ist, mit ewiger Herrlichkeit.

    Herzliche Grüße im Herrn
    Euer
    Peter

     
    • Volker 12:27 PM am 1. Februar 2011 permalink | Antwort

      Paulus spricht hier zu Erretteten, Gläubigen und daher beziehe ich Seligkeit und ewige Herrlichkeit auf das was in der Zukunft derer liegt, da sie ja bereits errettet sind.
      Paulus könnte sie wohl anleiten wollen im Hinblick auf das Offenbarwerden am Richterstuhl Christi so zu leben, dass sie dann Lohn empfangen können. (= Seligeit und ewige Herrlichkeit)nn1nn1nn1

      • Peter Streitenberger 12:44 PM am 1. Februar 2011 permalink | Antwort

        Das Erlangen der Errettung mit ewiger Herrlichkeit passt nicht zu Ungläubigen, die vermeintlich zum Heil erwählt sind. Hier ist m.E. eine künftige Herrlichkeit gemeint, die die Christen erreichen werden.
        Somit sehe ich den Vers genauso wie Du !

    • Levi 12:48 PM am 1. Februar 2011 permalink | Antwort

      Paulus spricht hier von der Errettung in der Zukunft, der Errettung des Leibes.

      • Peter Streitenberger 12:57 PM am 1. Februar 2011 permalink | Antwort

        Ignatius (1.Jahrhundert nach Christus) zitiert diesen Vers und versieht ihn mit der Bemerkung, dass es hier um das Reich Christi geht, in dem die Errettung realisiert wird (Epistulae interpolatae 6.3.2.10). Wir haben Errettung also im künftigen Sinn zu begreifen.

  • Peter Streitenberger 2:03 PM am 31. January 2011 permalink | Antwort  

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